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Dienstag, 6 Juni, 2017

An der Uni Tübingen sind viele Studierende im Fach Jura nicht mit der Betreuung und den Professoren zufrieden. Im CHE-Hochschul-Ranking belegte der Fachbereich den 35. Platz von 41 und erhält dabei schlechte Noten. Das nimmt der Fachbereich sehr ernst und gelobt Besserung.

Hohe Durchfallquote

Gerade im Fach Jura ist die Durchfallquote hoch. In Tübingen ist sie besonders hoch: rund 40 Prozent betrug sie in der Vergangenheit, doch die Uni arbeitet seit einiger Zeit an Verbesserungen und konnte sie bereits auf ca 30 Prozent reduzieren.

Feedback zu Betreuung und Lehre

Den meisten Studierenden ist dies immer noch deutlich zu hoch. Sie fühlen sich schlecht betreut und schlecht auf Prüfungen vorbereitet. Darüber hinaus fühlen sich viele auch nicht gut auf den beruflichen Alltag nach dem Studium vorbereitet, sofern sie das Staatsexamen bestehen.

Verbesserungen bereits in der Vergangenheit

Die Uni hat bereits in der Vergangenheit reagiert und die Möglichkeit eingeführt, Übungs-Examen zu schreiben, die dann auch korrigiert werden. Das ist ein erheblicher Mehraufwand für die Lehrenden, gibt denjenigen, die bei der Übungsklausur durchfallen aber die Möglichkeit, sich zu weiteren Fördermaßnahmen anzumelden.

Pendleruni

Seit kurzem ist die Fakultät darauf aufmerksam geworden, dass viele Studierende nur relativ wenig an der Uni präsent sind. Das liegt daran, dass Vorlesungen über Podcasts abgerufen werden können und Studierende scheinbar wenig Mehrwert in persönlicher Anwesenheit, gerade in den Kernvorlesungen, sehen. Lerngruppen an der Uni sollen nun dazu ermutigen, häuiger tatsächlich an die Uni zu kommen.

An Lösungen weiter arbeiten

Denn das Feedback von Studierenden, die regelmäßig anwesend sind, fällt besser aus. Allerdings ist Tübingen eine Pendler-Uni, so dass Angebote, die Studierende zwingt, aus Stuttgart extra nach Tübingen zu kommen, vielleicht weniger wahrgenommen werden. Hier muss und will die Uni an Lösungen arbeiten.

Interdisziplinär werden

Auch interdisziplinär möchte sich der Fachbereich besser aufstellen und das neue Zertifikat „Recht, Ethik, Wirtschaft“ einführen. Dieser semesterbegleitende Kurs soll schwierige Fragestellungen abdecken, die alle drei Fächer betrifft.

Weitere Kritik erbeten

Da der Fachbereich bereits an Verbesserungen arbeitet, ist das Ranking ein kleiner Schock. Doch es bietet auch Anlass, Kritik noch ernster zu nehmen und noch mehr Rückmeldungen zu erbitten. Man möchte nun eine Adresse für Rückmeldungen einrichten, um Bedürfnisse der Studierenden noch schneller zu erfahren und darauf zu reagieren. Das Ranking hat zum Beispiel gezeigt, dass die Studierenden sich Hilfe bei der Suche nach Praktika wünschen- eine nun eingerichtete Praktikumsbörse soll hier hoffentlich helfen. Der Fokus soll allerdings auf den Verbesserung der Lehre liegen, um Studierende erfolgreich zu einem guten Abschluss zu führen.