Was das Familienunternehmen für die Unternehmerfamilie bedeutet

Ringvorlesung „Between Rigor & Relevance” des Wittener Instituts für Familienunternehmen (WIFU) beschäftigt sich mit aktuellem Thema

Montag, 7 Oktober, 2019

Ringvorlesung „Between Rigor & Relevance” des Wittener Instituts für Familienunternehmen (WIFU) beschäftigt sich mit aktuellem Thema

Forschung zum Thema Familienunternehmen

Prof. Dr. Hermann Frank, Gastprofessor am WIFU, ist am 4. November 2019 zu Gast in der Vortragsreihe „Between Rigor & Relevance” des Wittener Instituts für Familienunternehmen an der Universität Witten/Herdecke. In seinem Vortrag „Die Enterpriseness von Unternehmerfamilien“ wird er zentrale empirische Befunde der bisherigen Forschung zu diesem Thema vorstellen.

Bisher: Familie statt Enterprise im Fokus

Die Familienunternehmensforschung konzentrierte sich über viele Jahre auf die „Familiness“, die „Familienhaftigkeit“ des Familienunternehmens. Das spezifische Ressourcenbündel, das die Familie für das Unternehmen bereitstellt, stand im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Blick darauf, was das Unternehmen für die Familie bedeutet, die „Enterpriseness“ also, ist hier vergleichsweise neu.

Unternehmerfamilien eingebettet in weitere Systeme

„Das WIFU arbeitet schon seit längerer Zeit mit der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien und Prof. Hermann Frank zusammen, um zu verstehen, wie die beiden Sozialsysteme Familie und Unternehmen zusammenwirken“, so Prof. Dr. Arist von Schlippe, Inhaber des WIFU-Stiftungslehrstuhls für Führung & Dynamik von Familienunternehmen. „Eine Theorie des Familienunternehmens muss immer auch eine Theorie der Unternehmerfamilie sein.“ Das bedeutet, dass die Forschung zu Unternehmerfamilien eingebettet sein muss in Erkenntnisse über Wirtschaft, Management und Recht. 

Über den Referenten

Prof. Dr. Hermann Frank ist Vorstand des Forschungsinstituts für Familienunternehmen und stellvertretender Vorstand am Institut für KMU-Management an der WU Wien. Seit dem Jahr 2012 ist er am WIFU Gastprofessor für Family Business Management. Zuvor war er bereits als Gastprofessor an der Universität Halmstad in Schweden und an der Universität Udine in Italien tätig. In den Jahren 2000 bis 2006 unterrichtete er Entrepreneurship an der Donauuniversität Krems (MBA). Hermann Frank verfügt über vielfältige praktische Erfahrungen in der Textilindustrie und unterhält einen intensiven Erfahrungsaustausch mit Praktikern, darunter führende österreichische Familienunternehmen. Er ist zudem Mitglied der Redaktionsbeiräte von Entrepreneurship and Regional Development und Journal of Small Business and Enterprise Development.

(Quelle: idw-online.de)